April 2017

Editorial

Zusammenführen, was zusammengehört, trennen, was nicht vereint bleiben will. Zwei Themenkreise, die gegensätzlicher nicht sein könnten, bringen wir Ihnen, sehr geehrte Leserinnen und Leser, mit völlig unterschiedlichen Inhalten heute näher. Da ist einerseits die bevorstehende Fusion von Comunitas mit unserer Previs, eine sinnvolle Ehe ausgerichtet auf die Zukunft. Und anderseits der Vorsorgeausgleich bei Scheidung, eine Logik der heutigen Zeit mit einigen Folgen für die Betroffenen. Gerne informieren wir Sie auch über den Geschäftsabschluss 2016, der uns erlaubt, die Sicherung der Zukunft weiter voranzutreiben, und über eine spezielle Art von Immobilie in unserem hochwertigen Immobilienportfolio. Und nicht zuletzt freuen wir uns sehr über neue Kunden im Jahr 2017. Stellvertretend lassen wir die BERNEXPO AG gerne zu Wort kommen. Viel Vergnügen!

Stefan Muri

Stefan Muri
Geschäftsführer

Die Fusion zwischen Previs und Comunitas konkretisiert sich

Die Schweizer Pensionskassenlandschaft verändert sich – die vielfältigen Herausforderungen in der
beruflichen Vorsorge meistert nur, wer sich diesen stellt und die Chancen zur Veränderung frühzeitig erkennt und nutzt. In diesem Jahr arbeiten die Previs Vorsorge und Comunitas intensiv an einer starken Pensionskasse.

Der Grundsatzbeschluss zur Fusion von der Previs und Comunitas liegt bereits Monate zurück. Die beiden Stiftungsräte haben entschieden, die Herausforderungen in der beruflichen Vorsorge zukünftig gemeinsam zu meistern. Comunitas wird als eigenständiges Vorsorgewerk in die Previs überführt.

In Zukunft stärker

Mit über 1‘300 angeschlossenen Arbeitgebern, rund 37‘400 Versicherten und Rentnern und einem Vorsorgekapital von über 4.9 Milliarden Franken wächst die fusionierte Previs fast um das Doppelte und schliesst damit zu den grossen Pensionskassen in der Schweiz auf. Ungeachtet dieser Grösse und der Veränderung, in welcher wir uns befinden, wollen wir die Kontinuität für unsere Kunden und Geschäftspartner gewährleisten, u.a. indem die Ansprechpartner dieselben bleiben.

Es wird intensiv gearbeitet

Nach dem Fusionsbeschluss durch die Stiftungsräte im Oktober 2016 wurden die Projektarbeiten umgehend gestartet. Es ging darum, die Mitarbeitenden der Previs und von Comunitas über das Vorhaben zu informieren und gemeinsam einen Vorgehensplan auszuarbeiten. Dieser zeigte uns auf, welche Dimensionen ein solcher Zusammenschluss überhaupt mit sich bringt. Zügig wurde damit begonnen, in den verschiedensten Themenbereichen, wo nötig zusammen mit unseren Lieferanten und Geschäftspartnern, zu arbeiten. Die neue Organisation wurde definiert, sodass noch vor Jahresende alle Mitarbeitenden Kenntnis über ihre – teilweise neuen – Rollen hatten. Das Erfreuliche: Allen Mitarbeitenden kann nach der Fusion eine Stelle angeboten werden. Damit soll unter anderem auch die Kontinuität in der Kundenbetreuung sichergestellt werden.

Im Weiteren wurde mit der Weiterentwicklung der diversen Reglemente begonnen, eine Analyse der zu konsolidierenden Informatiksysteme vorgenommen, die Zusammenführung der Vermögensanlagen und die Anlageorganisation konzipiert und die Evaluation eines neuen Standorts vorangetrieben. Und letztlich haben wir, soweit es die Datenschutzvorgaben erlauben, erste Kundengespräche geführt und die Kommunikation für diesen Fusionsprozess festgelegt.

Wichtigste Meilensteine

Über die nächsten Schritte werden wir die Destinatäre beider Pensionskassen auf dem Laufenden halten. Einerseits, weil das Gesetz es vorschreibt, andererseits, weil wir unseren Kunden und Geschäftspartnern auf dem Weg zur Fusion zeitnahe Einblicke ermöglichen wollen.

  • Im Frühling fanden mehrere Informationsveranstaltungen für Arbeitgeber und Broker statt.
  • Ende Mai 2017 unterzeichnen die Stiftungsräte der Previs und von Comunitas den Fusionsvertrag.
  • Im Juni werden die Arbeitgeber und Versicherten über ihr Einsichtsrecht in den Fusionsvertrag informiert.
  • Die Delegiertenversammlung, welche am 21. Juni 2017 im Stade de Suisse in Bern stattfindet, wählt u.a. die neuen Stiftungsräte der Previs.
  • Im Oktober werden die Arbeitgeber und die Versicherten über die Verfügung des Fusionsvertrags durch die Aufsicht informiert.
  • Und mit dem Eintrag in das Handelsregister erlangt die Fusion voraussichtlich im Oktober/November 2017 rechtliche Wirkung.

Es ist erfreulich, zu sehen, wie die Mitarbeitenden und Organe beider Stiftungen an einem Strick ziehen und die Fusion gemeinsam und mit grossem Engagement gestalten. Wahrlich eine grosse Chance, das Beste aus den beiden Welten Previs und Comunitas zu vereinen, zum grösstmöglichen Nutzen unserer Kunden und Geschäftspartner. Wichtige Informationen zur Fusion finden Sie unter www.previs.ch und www.comunitas.ch.

Das sehr gute Ergebnis 2016 steht im Zeichen eines Einmaleffekts

Dank der ausgezeichneten Performance 2016, welche für das Gesamtvermögen mit 7.45% überdurchschnittlich ausfiel, verzeichneten die einzelnen Vorsorgewerke gute Abschlüsse in den Betriebsrechnungen. Die hohe Performance ist allerdings zu einem grossen Teil aufgrund des Einmaleffektes im Zusammenhang mit der Neubewertung der direkten Immobilien zustande gekommen. Wird dieser Einmaleffekt ausgeblendet, erzielten wir eine Performance von 4.10%, die sich im Vergleich mit anderen Vorsorgeeinrichtungen ebenfalls sehen lassen kann.

Unter anderem aufgrund der einmalig hohen Performance hat der Stiftungsrat entschieden, die zusätzlichen Erträge zur Bildung von Rückstellungen einzusetzen, um die geplante Senkung des technischen Zinses sicherstellen zu können.

Damit leistet der Abschluss 2016 einen wichtigen Beitrag zur weiteren Stabilisierung der Vorsorgewerke und zur Sicherung der künftigen Verpflichtungen. Per Ende 2016 bewegen sich die Deckungsgrade der einzelnen Vorsorgewerke in einer Spannweite von 97.1% bis 105.5%. Die effektiven Deckungsgrade der Arbeitgeber-Vorsorgewerke werden diesen individuell kommuniziert.

Der Deckungsgrad des Vorsorgewerks Service Public beträgt 97.1%, derjenige des Vorsorgewerks Strategie 30 104.5% und der Deckungsgrad des Rentner-Vorsorgewerks 98.0%.

BERNEXPO AG hat sich rational und emotional für die Previs Vorsorge entschieden

Die BERNEXPO AG schliesst sich für die berufliche Vorsorge ihrer rund 100 Mitarbeitenden neu bei der Previs Vorsorge an. Sie hat sich für ein eigenes Vorsorgewerk entschieden. Sita Lutz hat den Prozess als HR-Leiterin mitgestaltet und machte die direkt betroffenen Arbeitskolleginnen und -kollegen zu aktiv Beteiligten in der Findungskommission.

Prevue: Wann werden Sie pensioniert, Frau Lutz?
Sita Lutz (lacht): Mit Pensionsalter 65 erst in rund 20 Jährchen. Wobei ich davon ausgehe, bis 70 zu arbeiten.

Haben Sie Angst um die eigenen Pensionsgelder?
Nein, denn ich denke, wir alle werden länger arbeiten müssen. So halten wir unser bewährtes System der garantierten Altersvorsorge solide in Balance.

Warum wechselte die BERNEXPO AG die Vorsorgepartnerin?
Bisher war die BERNEXPO AG bei einer Pensionskasse mit Garantielösung angeschlossen. Unsere Partnerin konnte ihre Versprechen jedoch nicht mehr aufrechterhalten.

Wie wurde die Evaluation gestaltet?
Die BERNEXPO AG wird durch einen Versicherungsbroker betreut. In einem ersten Schritt haben wir die Belegschaft informiert und zur Mitwirkung beim Evaluationsprozess eingeladen. Es wurde eine PK-Delegation aus Freiwilligen und den bestehenden Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern gestellt, welche dieses Projekt abschliessend behandeln konnte. Danach wurden bei verschiedenen Vorsorgeanbietern Angebote eingeholt und bewertet. Schlussendlich beschloss die Delegation, sich einem eigenen Vorsorgewerk bei der Previs anzuschliessen.

Sie haben die Findungskommission für Freiwillige geöffnet?
Das Mitgestalten hat bei uns einen hohen Stellenwert. Wichtige Entscheide sollen von der Belegschaft mitgetragen werden. Das heisst, die Mitarbeitenden sollen verstehen, was warum entschieden wird. Hier umso mehr, da ja alle von der Vorsorge direkt betroffen sind.

Haben sich Freiwillige gemeldet?
Ja, Mitarbeitende aus unterschiedlichen Altersgruppen, mit verschiedenen Dienstjahren und aus diversen Berufsgattungen. Das war gut, denn bei uns liegt das Durchschnittsalter bei 41 Jahren, zwei Drittel sind Männer und rund zehn Mitarbeitende werden in zwei bis drei Jahren pensioniert. Damit sahen sich alle rund 100 Versicherten in der Kommission repräsentativ vertreten.

Was war den direkt Betroffenen und Beteiligten auf der Suche nach einer neuen Vorsorgeeinrichtung wichtig?
Im Zentrum stand die Bodenhaftung, also die Stabilität eines Partners für die Vorsorge. Nichts Abgehobenes, keine Fantasierenditen, die mit hohen Risiken verbunden sind. Genau das bietet die Previs: ein durchschnittliches Risiko bei durchschnittlicher Rendite – das ist fassbar. Zudem war es unseren Leuten sehr wichtig, dass der Broker alle Informationen und Erklärungen unabhängig von möglichen Anbietern abgab. Und dass jeder jede Frage stellen konnte. Denn es war existenziell, dass auch nachweislich komplizierte Sachverhalte verstanden wurden.

Kein leichtes Unterfangen…
… das aber gut gelungen ist. Ich habe bis jetzt nichts Negatives über unseren gemeinsam getroffenen Entscheid gehört. Er ist gut verankert.

Welche Rolle spielte die Verbundenheit der Previs mit der Region Bern?
Der Standort Wabern fiel nicht ins Gewicht. Anders ihre Immobilien, die derzeit primär im Kanton Bern zu finden sind. Und der Umstand, dass rund 30% der Pensionsguthaben von der Previs in solch realen Immobilien angelegt wurden. Wir haben uns mit Previs rational und emotional für «unsere» BERNEXPO-Lösung entschieden.

Was erwarten Sie von der neuen Partnerin?
Wir wünschen marktgerechte Kostenbeiträge sowie eine verständliche Kommunikation. Solidaritäten sollen wenn immer möglich den Versicherten der BERNEXPO AG zugutekommen. Die Anlagestrategie soll transparent und solide sein sowie nur geringe Schwankungen aufweisen. Natürlich besteht auch die Erwartung, über den Lauf der kommenden Jahre eine marktgerechte Verzinsung für die Guthaben der aktiv Versicherten sicherzustellen. Dabei soll das Vorsorgewerk von BERNEXPO AG ruhig auch etwas «Speck» in Form einer Wertschwankungsreserve ansammeln dürfen!

Sita Lutz

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Die Previs setzt mit Cosmos einen Marchstein für urbanes Wohnen

Die beiden Cosmos-Kuben stehen am Bahnhof Bümpliz Nord. Sie bieten Platz für 124 Wohneinheiten und 1‘100 Quadratmeter Gewerberäume im Erdgeschoss. Bauherrin Previs bedient hier mit einer Investition von 47 Millionen Franken ein hauptsächlich urbanes Mietersegment.

Seit Anfang März füllen sich die beiden Cosmos-Gebäude mit Mieterinnen und Mietern. Gut 50% der 124 1- bis 5½-Zimmer-Wohnungen sind schon bezogen. Täglich zeigt Mihaela Dubak die wohnlich eingerichteten Musterwohnungen in Haus A und B interessierten Besucherinnen und Besuchern. Sie sorgt für die Vermarktung und Vermietung und ist Teil des 25-köpfigen Immobilien-Teams der Previs.

Die Renten der Versicherten
Die Previs zeichnet als Bauherrin der beiden Cosmos-Gebäude verantwortlich. Sie vermarktet die Wohnungen auch selbst und investiert rund 47 Millionen Franken. Roger Müller, Leiter Immobilienanlagen der Previs, sagt dazu: «Wir investieren zu 100% Eigenmittel. Diese legen die Grundlage für die künftigen Renten der Versicherten, zu denen übrigens auch ich und Frau Dubak gehören. Wir sind Treuhänder in Reinkultur.»

Langfristige Zyklen
Für Roger Müller sind die Anlagen in Immobilien an sich schon nachhaltige Investitionen, die dem langfristigen Anlagehorizont zur Finanzierung der künftigen Renten entsprechen. Ganz anders als beispielweise beim oft kurzfristigen wie unpersönlichen Handel mit Aktien oder Obligationen: «Wir agieren viel näher in der realen Welt. Wir haben für Cosmos ein halbes Jahr bis zur Vertragsunterzeichnung verhandelt und fast zwei Jahre lang gebaut. Wir arbeiten aber noch länger – bis zum Ablauf der Garantiefristen – mit den gleichen Leuten zusammen. Und wir rechnen damit, dass diese beiden Gebäude erst in 40 Jahren erstmals total renoviert werden müssen.» Bester Beweis der Langfristigkeit: In ungefähr 40 Jahren beziehen jene Mieter, die hier mit 25 einziehen, erstmals ihre Pensionsgelder.

1‘700 Wohnungen im Portfolio
Die Previs hat aktuell rund 820 Millionen Franken in 1‘700 Wohnungen im Kanton Bern angelegt. Bis Ende 2018 werden rund 500 Wohnungen zusätzlich bezogen. Das sind über 30% des ganzen Anlageportfolios. Die geforderte Rendite muss mit den Mieteinnahmen erreicht werden. Für Roger Müller keine Frage: «Jede Investition in eine Immobilie basiert auf einem festen Kostenrahmen und einem Finanzierungskonzept.» Natürlich sei er stolz auf die Cosmos-Immobilie, wie übrigens auf alle andern Previs-Liegenschaften auch.

Urbane Mieter im Fokus
Ganz speziell an Cosmos ist aber, «dass wir uns hier dazu entschlossen haben, für ein ganz bestimmtes Zielpublikum zu planen und zu bauen. Bis dato hatte die Previs ebenso bewusst auf Wohnungen mit breitem Mieterpotenzial von der Familie über Paare bis Singles gesetzt.» Mit flexiblen Wohneinheiten vom Studio bis zur 5½-Zimmer-Wohnung werden mit Cosmos primär Studierende der Universität, der Hochschulen und Fachhochschulen im WG-Verbund oder einzeln angesprochen. Davon fühlen sich auch Personen und Paare angezogen, die unter der Woche in der Stadt arbeiten, aber am Wochenende anderswo wohnen. Andere potenzielle Mieter werden bei dieser Zielgruppendefinition formal ausgeschlossen.

Hervorragende Erreichbarkeit
Zu diesen urban geprägten Wohneinheiten gehört natürlich der direkte Anschluss an die S-Bahn im Viertelstundentakt. Parkplätze in der Cosmos-Einstellhalle sind Mangelware. Was ebenso teilweise fehlt, sind individuell nutzbare Balkone.

Ein Fakt, den Roger Müller nach eigenem Bekunden nur ungern schlucken musste. Die Dachterrassen der Cosmos-Kuben machen den kleinen Makel aber wett.

Neue Regelungen bei Vorsorgeausgleich Scheidung

Beinahe jede zweite Ehe wird geschieden. Die Vorsorgeguthaben stellen einen wichtigen Vermögenswert der Ehepartner dar. Der Ehegatte ohne ausreichende eigene berufliche Vorsorge wurde nach bisher geltendem Recht bei einer Scheidung oft benachteiligt. Mit der Revision des Scheidungsrechts per 1. Januar 2017 soll der Vorsorgeausgleich flexibler und offener für einvernehmliche Lösungen werden.

Bei einer Scheidung wird das Pensionskassenguthaben der Eheleute geteilt. Jeder Ehegatte muss die Hälfte seines Guthabens, das er während der Ehe in der Pensionskasse angespart hat, abgeben. Gegenseitige Ansprüche werden in der Regel verrechnet, d.h., die ausgleichspflichtige Vorsorgeeinrichtung wird vom Gericht angewiesen, den Ausgleich vorzunehmen. Das Stichdatum für die Berechnung ist neu die Einleitung des Scheidungsverfahrens und nicht – wie bisher – der Zeitpunkt der Rechtskraft des Scheidungsurteils.

Vorsorgeausgleich bei Rentnern
Vorsorgeguthaben werden neu auch dann geteilt, wenn der Vorsorgefall (Alter oder Invalidität) bereits eingetreten ist. Bei einem Invalidenrentner beruht die Berechnung für das zu teilende Guthaben auf der hypothetischen Austrittsleistung (weitergeführtes Altersguthaben). Nach der Pensionierung wird die laufende Rente bei der Teilung von Vorsorgeansprüchen berücksichtigt. Der vom Gericht zugesprochene Rententeil wird dem berechtigten Ehegatten in Form einer lebenslänglichen Rente ausgerichtet, d.h., ein Teil der vom ausgleichspflichtigen Ehegatten bezogenen Rente wird in eine Rente des berechtigten Ehegatten umgewandelt.

Diese umgerechnete Rente kann je nach Alter und Geschlecht des berechtigten Ehegatten tiefer ausfallen als der vom Gericht zugesprochene Rententeil, da insbesondere Frauen oft jünger sind als ihr Ehemann und eine höhere Lebenserwartung haben. Diese Rente wird selbst dann weiter ausgerichtet, wenn der Exehegatte verstirbt. Im Gegensatz zur Ehegattenrente erlischt der Rententeil aus Scheidung nicht, wenn der berechtigte Ehegatte wieder heiratet.

Damit Vorsorgeguthaben dem Vorsorgeausgleich nicht entzogen werden können, wird den Pensionskassen eine jährliche Meldepflicht sämtlicher Vorsorgeverhältnisse an die Zentralstelle 2. Säule auferlegt. Die Vorsorgeeinrichtungen sind zudem künftig verpflichtet, bei sämtlichen Kapitalbezügen die schriftliche Zustimmung des Ehegatten einzufordern, selbst bei Vorsorgelösungen, die den Bezug von Altersleistungen ausschliesslich in Kapitalform vorsehen.

Die Vorsorgeeinrichtung hat auf Anfrage der versicherten Person oder des Gerichts die für die Durchführung des Vorsorgeausgleichs notwendigen Auskünfte über Altersguthaben oder laufende Leistungen zu erteilen. Anderen Personen, wie dem Ehepartner oder der anwaltlichen Vertretung, darf die Vorsorgeeinrichtung nur Auskunft geben, wenn eine entsprechende Vollmacht der versicherten Person vorliegt.

Die Umsetzungsbestimmungen zum neuen Vorsorgeausgleich gibt der Gesetzgeber mehrheitlich vor. Bestimmungen, die einer reglementarischen Auslegung bedürfen, hat die Previs in den Art. 53 bis 56 ihres ab 1. Januar 2017 gültigen Vorsorgereglements präzisiert. Das aktuelle Vorsorgereglement ist unter www.previs.ch/reglemente zu finden.

Jacqueline Schmid
Dipl. Sozialversicherungsexpertin
Beratungsgesellschaft für die zweite Säule AG

Die BERAG ist seit 1973 ein unabhängiges Dienstleistungsunternehmen in der beruflichen Vorsorge mit heute 55 Mitarbeitenden. Als wichtiges strategisches Ziel verfolgen wir die konsequente Digitalisierung unserer Beratungs-, Verwaltungs- und Informatikdienstleistungen. Inhaltlich ist sie spezialisiert auf die Themen Sammelstiftungen, Leistungsfallmanagement und Entwicklung von Leistungsstrategien für Pensionskassen.

Präventive Massnahmen senken Kosten nachhaltig

Mit der Realisierung von präventiven Massnahmen im Unternehmen lassen sich Krankheitsabsenzen und damit Kosten reduzieren. Führungskräfte und Personalverantwortliche eignen sich in den Präventionsseminaren der PKRück das nötige Wissen an.

In den Fachseminaren lernen Sie, Problemsituationen rechtzeitig zu erkennen und gezielt zu handeln. Zu den wesentlichen Kernkompetenzen unserer Zeit gehört z.B. das gesundheitsförderliche Selbstmanagement. In diesem Seminar wird eindrücklich aufgezeigt, wie man lernt, den täglichen Druck in der Arbeitswelt besser zu meistern und den Belastungen dauerhaft standzuhalten. Im Seminar «Ü49 – Fakten und Potenziale» erfahren Sie alles rund um gezielte Personalentwicklungsmassnahmen für ältere Mitarbeitende.

Vielfältige Themen – grosser Nutzen
In den Fachseminaren wird Ihnen praxisbezogenes Wissen durch erfahrene Seminarleiterinnen und -leiter der Hochschule Luzern vermittelt. Es ist erwiesen: Durch die nachhaltige Senkung des betrieblichen Krankheits- und Invaliditätsrisikos und durch die Reduktion der Fehlzeiten können nicht nur Kosten gespart werden. Fördern Sie zudem die Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmenden dank Ihrer Unterstützung in Problemsituationen.

Die Fachseminare sind für Kunden und die Partner-Broker der Previs kostenlos. Das aktuelle Kursprogramm finden Sie unter www.previs.ch/arbeitgeber

Neue Mitarbeitende

Von links nach rechts:

  • Chantal Tamò – Assistentin Immobilienbewirtschaftung
  • José Guerra – vollamtlicher Hauswart
  • Rahel Tschannen – Assistentin Immobilienbewirtschaftung
  • Norma Righetto – Buchhalterin

Auf dem Foto fehlt Stephanie Wälchli, Assistentin Immobilienbewirtschaftung

Delegiertenversammlung 2017 im Stade de Suisse in Bern

Bitte reservieren Sie sich bereits heute den 21. Juni 2017. Die diesjährige DV wird anlässlich der Fusion mit der Vorsorgeeinrichtung Comunitas in einer anderen Form als gewohnt im Stade de Suisse in Bern durchgeführt.

Die DV am 21. Juni wird anlässlich der Fusion in zwei Teilen durchgeführt: Am Vormittag findet die DV der Previs mit den statutarischen Geschäften und der Wahl der Vorsorgekommission des Vorsorgewerks Service Public statt.

Am Nachmittag steht die gemeinsame Versammlung mit den Delegierten von Comunitas und der Wahl des Gesamtstiftungsrats (ab Fusionszeitpunkt) auf dem Programm. Die Einladungen an die Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretung zusammen mit dem Stimmmaterial werden in der zweiten Maihälfte verschickt.