Januar 2018

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser

Zeit, 2018 etwas persönlicher zu werden! Nachdem wir Sie nun während mehr als einem Jahr vor allem über die organisatorischen, formalen, juristischen, kommunikativen, finanziellen, vordergründigen und hintergründigen Aspekte unserer Fusion auf dem Laufenden gehalten haben, halten wir es jetzt einmal anders. Interviews geben Ihnen Einblick ins Innenleben unserer Kunden und der Previs.

Und weiterhin an persönlichem Profil zulegen werden die «Macherinnen» und «Macher» der Previs mit einem neuen Layout des Prevue und ab der nächsten Nummer mit neu besetzten Editorials.

Stefan Muri

Stefan Muri
Geschäftsführer

«Den Mitarbeitenden ist die Altersvorsorge sehr wichtig.»

Der Seeblick, das Haus für Pflege und Betreuung in Sursee, schloss sich per 1. Januar 2018 mit seiner beruflichen Vorsorge neu dem grossen Vorsorgewerk Service Public der Previs Vorsorge an. Versichert werden 69 Frauen, 3 Männer und 16 Rentnerinnen und Rentner. Fragen an Co-Geschäftsleiter Roger Wicki.

Prevue: Warum haben Sie die langjährige Partnerschaft in der Vorsorge überprüfen lassen, Roger Wicki?

Roger Wicki: Vor zwei Jahren hat unsere Pensionskasse im überobligatorischen Bereich den Umwandlungssatz unter 5% gesenkt. Mit ein Grund, in einer Ausschreibung zu klären, ob es Anbieter gibt, die den allgemeinen Abbau der Leistungen sanfter vollziehen. Vorab ergab eine Analyse mit unserem Broker: Unser Personal und das Kader sind zwar nicht schlecht versichert, es gibt aber durchaus noch Luft nach oben.

Die Altersvorsorge …

… wird für die optimale Mitarbeiterbindung immer wichtiger. So haben wir in Absprache mit dem Broker entschieden, gewisse Leistungen von uns aus zu verbessern, auch wenn uns das als Betrieb etwas kostet. Es ist uns wichtig, das allgemein tiefe Leistungsniveau nicht weiter schwinden zu lassen resp. mindestens auf diesem Niveau halten zu können. Eine Prämisse, die auch in die Unterlagen der Ausschreibung mit aufgenommen wurde. Nach umfassender und detaillierter Analyse aller eingegangenen Angebote sowie einer persönlichen Offertpräsentation haben wir uns gemeinsam mit dem Broker für den Wechsel zur Previs Vorsorge entschieden. Die Previs scheint uns – nicht zuletzt auch durch die Fusion – heute mehr denn je auf der Höhe der aktuellen Herausforderungen zu agieren. Wir haben persönliche Fürsorge gespürt, mich überzeugt auch die Kundenführung auf der Website, ich schätze die dort wie in allen direkten Gesprächen gepflegte Nähe, Offenheit und Transparenz.

Sie haben sich bei der Previs für das Vorsorgewerk Service Public – ein Vorsorgewerk mit mehreren Arbeitgebern – entschieden. Also gegen ein eigenes Vorsorgewerk für den Seeblick, unter dem Previs-Dach.

Das eigene Vorsorgewerk stand zu Beginn sogar als zielführende Option im Fokus. Ich habe mich dazu parallel zu den Beratungen mit dem Broker auch bei einem der besten PK-Experten der Innerschweiz schlau gemacht. Er hat mir aufgrund unserer Betriebsgrösse von dieser Lösung abgeraten. Deshalb also der Eintritt in das Sammel-Vorsorgewerk Service Public der Previs, wo auch schon andere Gemeinden, Verbände, Spitäler und Heime die Altersguthaben von rund 15‘000 Mitarbeitenden sichern.

Sie haben den Wechsel ohne Mitarbeit der Belegschaft vollzogen?

Ja. Es ist die Aufgabe und der Wille der Geschäftsleitung. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vertrauen darauf, dass wir das seriös, gut und in ihrem Sinn angehen und entscheiden. Wir haben ihnen alle Leistungen und Zahlen zu ihrer Altersvorsorge gemeinsam mit der Previs und dem Broker gerne und mit gutem Gewissen präsentiert.

Wann werden Sie pensioniert?

Vorausgesetzt, dass UBS-Chef Sergio Ermottis Prophezeiung vom Pensionsalter 70 nicht zeitnah eintritt, bin ich grundsätzlich in zwölf Jahren so weit. Ich nehme aber nicht an, dass ich mit 65 zu arbeiten aufhören werde. Warum nicht erst mit 70 oder 75? Ich bin eh der Meinung, man sollte künftig in gewissen Berufen länger arbeiten als in anderen. Die Pflegefachkräfte beispielsweise, für mich die «Strassenbauer des Gesundheitswesens», nehmen so viele Strapazen körperlich und psychisch auf sich, dass sie eigentlich mit 62 aufhören dürften. Können sie aber – anders als beispielsweise gut verdienende Manager – nicht, weil ihre Löhne zu niedrig sind, um die dritte Säule zu bedienen. Jene, die es nötig hätten, früher in Pension zu gehen, können sich das heute gar nicht leisten, andere, die länger arbeiten könnten und müssten, aber schon. Ich wünschte mir deshalb eine differenzierte Staffelung der regulären Pensionierungsalter ab 62, je nach Belastung der Berufsgruppen – natürlich ohne den Leistungsabbau einer Frühpensionierung.

Fürchten Sie um Ihre Pensionsgelder?

Eine Untersuchung im Rahmen einer Masterarbeit zum Thema innovative Mitarbeiterbindungen hat hier im Seeblick gezeigt, dass unsere Mitarbeitenden mit einem Durchschnittsalter von nur 46 Jahren die Qualität der Altersvorsorge bewusst erstaunlich hoch gewichten: Schlüssige Sparpläne, gesicherte Gelder sind ihnen sehr wichtig. Das gilt auch für mich. Vor 25 Jahren habe ich viel weniger verdient als heute, konnte aber bei einem Mindestzinssatz für die Verzinsung meines Altersguthabens von 4% und einem Umwandlungssatz von 7.2% auf dem Papier dennoch mit viel höheren Pensionsgeldern rechnen als heute. Da kann es einem schon mulmig werden: Unsere Pensionsgelder schmelzen aus bekannten Gründen – zunehmende Langlebigkeit, tiefe Zinsen – wie Schnee in der Sonne dahin. Umso mehr ist es unsere Pflicht als Arbeitgeber, wenigstens das heutige tiefe Niveau für alle Mitarbeitenden zu halten, also eine weitere Senkung zu verhindern und auszugleichen. Das kostet uns mehr. Allein das Halten des aktuellen Niveaus ist ja schon eine Herausforderung.

Sie investieren mit welchen Mitteln?

Bei den Investitionen im Bereich Personalentwicklung gehe ich von drei Feldern aus: Personalressourcen, Lohnentwicklung und Altersvorsorge. Kann ich z.B. 100‘000 Franken investieren, habe ich die Qual der Wahl zwischen Stellenausbau, Lohnerhöhungen oder Investition in die Altersvorsorge des ganzen Teams. Ich sehe die Arbeitgeber heute vor allem in der Verantwortung, die Altersvorsorge zu sichern. Um – wie in unserem Gespräch bereits betont – das aktuell schmerzhaft tiefe Niveau mindestens halten zu können.

Co-Geschäftsleiter Roger Wicki

Im Pflegeheim Seeblick Sursee werden 76 Bewohnerinnen und Bewohner in Einzelzimmern betreut. Trägerschaft des Hauses direkt neben dem Spital ist ein Verbund von zwölf Gemeinden rund um Sursee (LU). Mehr lesen Sie hier: www.seeblick.org

Nach der Fusion zu einer Gemeinschaft zusammenwachsen

Mit dem Eintrag vom 13. November 2017 ins Handelsregister ist die Fusion zwischen Comunitas und Previs rückwirkend auf den
1. Januar 2017 Tatsache geworden. Damit hat auf der formalen Ebene ein Prozess sein Ende gefunden, der uns über ein Jahr lang neben dem Tagesgeschäft in Atem gehalten hat.

Nur dank dem enormen Einsatz auf allen Ebenen – Stiftungsrat, Geschäftsleitung, Mitarbeitende –, aber auch der einbezogenen externen Unterstützer und nicht zuletzt der Bernischen BVG- und Stiftungsaufsicht konnte das Fusionsprojekt partnerschaftlich, zielorientiert und effizient umgesetzt werden. Wer jetzt aber denkt, die Fusion sei mit dem formalen Akt des Handelsregistereintrags vollständig abgeschlossen, der irrt. Es müssen noch weitere, nicht zu unterschätzende Hürden genommen werden.

 Erfolgreich bewältigt

Sämtliche Wertschriften im Wert von rund zwei Milliarden Franken wurden in einem minutiös getakteten Prozess von der Hausbank der Comunitas zur UBS transferiert, wo sie in das Vermögen der Previs integriert wurden. Ebenso wurden die beiden Vorsorgeverwaltungssysteme zu einer Einheit migriert, damit die Dienstleistungen gegenüber den Versicherten und Anschlüssen auch in Zukunft effizient und auf die Kundenbedürfnisse ausgerichtet sind. Das Gleiche galt für die Buchhaltung, die im Hintergrund den Nachvollzug der Vorsorgeaktivitäten abbildet und in Zukunft fast doppelt so grosse Geldströme zu bewältigen hat wie bisher.

Verantwortung des Stiftungsrats

Die neue Organisation der fusionierten Previs haben wir schon im Rahmen des Projekts im Verlauf des Jahres 2017 festgelegt. So wurde der zehnköpfige Stiftungsrat bereits an der gemeinsamen Delegiertenversammlung am 21. Juni 2017 gewählt. Der neue Stiftungsrat steht mit der formellen Wirksamkeit der Fusion nun auch in der Verantwortung für das weitere Gedeihen der Previs. Es ist dem Stiftungsrat sehr wohl bewusst, dass es mehr als ein Schönheitsfehler ist, dass im 21. Jahrhundert ein Stiftungsrat allein aus Männern besteht. Die Fusion war aber auch in dieser Hinsicht eine Herausforderung. Aus zwei Gremien musste der Stiftungsrat unter Berücksichtigung der Bedürfnisse von Comunitas und Previs, der gesetzlich vorgeschriebenen paritätischen Vertretung von Arbeitgebern und Arbeitnehmenden und der Ausrichtung sowie Grösse der über 1‘000 Anschlüsse neu formiert werden.

Nachdem sich in den vergangenen Jahren auf die Ausschreibungen von freien Sitzen kaum Frauen gemeldet haben, werden wir bei den nächsten Vakanzen bei der Suche nach einer neuen Stiftungsrätin selber auch aktiv werden und auf mögliche Kandidatinnen zugehen. Wir rufen die Frauen auf, sich als Stiftungsrätinnen zu melden und zu engagieren. Nur so können wir gemeinsam die Einseitigkeit bei der Geschlechterfrage beseitigen.

Neue Ausrichtung der Geschäftsleitung

Die Geschäftsleitung wurde strukturell auf die gewachsene Previs angepasst und noch stärker auf die künftigen Herausforderungen ausgerichtet. Neben neuen Gesichtern in neuen Funktionen setzen wir aber auch in der neuen Previs auf unsere bewährten Kräfte aus der ehemaligen Comunitas und der Previs (Link auf die Mitglieder der Geschäftsleitung).

Gemeinsame Unternehmenskultur

Die beste Organisation auf dem Papier bringt unseren Kunden nichts, wenn nicht die Mitarbeitenden ihre Leistungen in einem optimalen Umfeld erbringen können. Neben der Schaffung gemeinsamer, neuer, moderner Arbeitsplätze an einem neuen Standort ab Frühjahr 2018 liegt unser Fokus auf der Zusammenführung der Unternehmenskulturen. Dort, wo neue Teams sich finden, müssen die Arbeitsweisen, der Umgang miteinander und viele andere, auf den ersten Blick nicht offensichtliche, aber nicht weniger wichtige Details beachtet werden. So werden wir eine Kultur schaffen, die nicht zuletzt in exzellente Dienstleistungen für unsere Versicherten und angeschlossenen Arbeitgeber mündet. Auch in diesem Sinn werden wir Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, in den nächsten Ausgaben des Prevue die einzelnen Teams unserer Geschäftsstelle eins nach dem anderen vorstellen.

Peter Flück, Präsident des Stiftungsrats

So handeln wir nach dem Aus der Altersreform 2020

Im September 2017 haben die Stimmberechtigten die Rentenreform mit knapp 53% Neinstimmen abgelehnt. Ausschlaggebend dürften die folgenden Punkte gewesen sein:

  • Die Päcklipolitik, mit welcher eine AHV- und eine BVG-Reform untrennbar miteinander verknüpft waren.
  • Die Kompensation der Leistungsreduktion im BVG, ausgelöst durch die Senkung des Umwandlungssatzes, mit einer Rentenerhöhung von 70 Franken für Neurentner, welche zu einer erheblichen Belastung der AHV-Finanzierung und zu einer Zweiklassenrentnergesellschaft hätte führen können.
  • Und nicht zuletzt die Erhöhung des Frauen-Rentenalters von 64 auf 65 Jahre.

 Weitreichende Konsequenzen

Mit entsprechenden strategisch ausgerichteten Massnahmen trägt die Previs den Herausforderungen der zweiten Säule in der Zukunft Rechnung. Diese Massnahmen sind zum Teil wesentlich weitreichender, als es diejenigen der Altersreform 2020 gewesen wären. Aufgrund des umhüllenden Charakters der Vorsorgeeinrichtung werden diese Massnahmen auch nach der Ablehnung der Reform umgesetzt und sind sowohl gesetzlich wie auch versicherungstechnisch korrekt.

Anpassung des Umwandlungssatzes

Das heisst mit anderen Worten, dass beispielsweise der Umwandlungssatz umhüllend – gleicher Satz für Obligatorium und Überobligatorium – tiefer ausfallen kann als gemäss Gesetz vorgesehen. So wird die Previs den Umwandlungssatz bis 2022 schrittweise (0.1% pro Jahr) auf 5.5% senken, auch wenn gemäss BVG für den obligatorischen Teil nach wie vor 6.8% gesetzlich vorgegeben werden.

Für die Versicherten des Vorsorgewerks Comunitas gilt ab 1.1.2018 der Umwandlungssatz von 5.8%. Über eine allfällige weitere Absenkung ab 2020 entscheidet der Stiftungsrat auf Antrag der Vorsorgekommission des Vorsorgewerks Comunitas im Frühjahr 2018.

Den Entwicklungen der zweiten Säule Rechnung tragen

Genauer betrachtet werden müssen die reinen BVG-Pläne. Arbeitnehmende, die in diesen Minimalplänen gemäss Gesetz (Obligatorium) versichert sind, verursachen aufgrund der Diskrepanz zwischen dem geltenden Umwandlungssatz der Previs (2018: 5.9%, Senkung schrittweise auf 5.5% (0.1% pro Jahr) bis 2022) und dem gesetzlichen Satz von 6.8% bei der Pensionierung Verluste für die Kasse. Diese werden durch die Gemeinschaft aller Versicherten im Vorsorgewerk getragen. Obschon der Anteil an Minimalversicherungen bei der Previs nicht bedeutend ist, kann dies auf Dauer keine Lösung sein. Die Previs bietet diese Minimalpläne bei internen Wechseln schon heute nicht mehr aktiv an, sie wird zudem die bestehenden Minimalpläne mit den betroffenen Kunden diskutieren. Die Marktfähigkeit solcher Pläne wird durch die schweizerischen Pensionskassen angesichts des Abstimmungsergebnisses vom 24. September 2017 in der Zukunft sehr gut beobachtet werden müssen.

Mit Offenheit Nähe, Sicherheit und Vertrauen schaffen

Stefan Ernst leitet als stv. Geschäftsführer der Previs Vorsorge den Bereich Kunden & Kommunikation. Sein Team hält Versicherte, Firmen und Broker per Website www.previs.ch, Newsletter und mit dem Prevue regelmässig à jour. Versicherten liefert die Previs auf Wunsch und Bestellung das ganze Infopaket per E-Mail ins Haus.

Prevue: Wann gehen Sie in Pension, Stefan Ernst?

Stefan Ernst: Wahrscheinlich irgendwann zwischen 2035 und 2040. So genau lässt sich das aus heutiger Sicht noch nicht festlegen. Denn wir wissen nicht, wie sich unsere Gesellschaft – Stichwort Demografie –, die Finanzwelt, die Arbeitsmärkte und die politischen Faktoren mit Einfluss auf die berufliche Vorsorge über die nächsten rund 20 Jahre verändern werden.

Halten Sie Ihre Pensionsgelder für gesichert?

Ja. Es ist ja auch der Grundgedanke des Kapitaldeckungsverfahrens, dass die angesparten Gelder eines Versicherten auch wieder von diesem bezogen werden können. Es ist für mich klar, dass bis zu meiner Pensionierung in Sachen Rentenhöhe – Senkung Umwandlungssatz, sinkende Verzinsung etc. – noch viel passieren wird. Aber die Weiterentwicklung der beruflichen Vorsorge und der Pensionskassen ist eben nötig, wenn die PK-Gelder langfristig gesichert werden sollen. Exakt an diesen Themen arbeiten wir bei der Previs tagtäglich.

Interessiert Sie als Versicherter, was Ihre Pensionskasse tut oder nicht tut?

Da bin ich wohl mit meiner Rolle als Previs-Kommunikationsverantwortlicher nicht ganz objektiv. Wir stellen fest, dass das Interesse an der PK bei den Versicherten primär von zwei Faktoren abhängt: von der Lebenssituation und dem zunehmenden Alter. Beispielsweise beim Haus- und Wohnungskauf, im Fall von Krankheit oder bei Scheidung haben die Versicherten ein grosses bis sehr grosses Informationsbedürfnis. Ab ca. 50 Jahren, nachdem rund die Hälfte der beruflichen Laufbahn vorüber ist, reichen die Gedanken bis zum Lebensabschnitt nach der Erwerbstätigkeit. Da beginnt es zu interessieren, wie die persönlichen finanziellen Verhältnisse nach der Pensionierung aussehen.

Welche Informationen erwarten Sie von Ihrer Pensionskasse?

Als Versicherter interessieren mich schon primär die finanziellen Fragen, d.h., wie hoch meine Altersrente ausfällt, welche Leistungen ich und meine Familie bei einem allfälligen krankheitsbedingten Ausfall resp. bei Invalidität erhalten und welche finanzielle Absicherung für die Hinterbliebenen im Todesfall vorhanden wäre. Also exakt diejenigen Informationen, welche dem Versicherungsausweis entnommen werden können. Darüber hinaus interessiert es mich ganz einfach, wer meine Pensionskasse ist, wie solide sie «geschäftet», welche Themen inner- und ausserhalb der PK laufen und wie mit den Herausforderungen der beruflichen Vorsorge umgegangen wird.

Wie wichtig sind Ihnen als Marketing- und Kommunikationsmann der Previs die Versicherten?

In der beruflichen Vorsorge dreht sich ja alles insbesondere um die Versicherten. Beim angesparten Kapital handelt es sich in den meisten Fällen um die grössten Ersparnisse eines Versicherten, die zu seiner substanziellen finanziellen Absicherung in gewissen Lebenssituationen dienen. Grund genug, den Versicherten ins Zentrum unserer Kommunikation zu stellen. Dies tun wir übrigens seit Längerem, in dem wir beispielsweise auf www.lars.previs.ch die berufliche Vorsorge anhand der Geschichte von Lars Finger auf einfache Weise erzählen. Oder mit einer Rubrik für Versicherte und Rentner auf unserer Website www.previs.ch, mit einem Newsletter und, und, und.

Ausserdem: In naher Zukunft werden wir eine App für Versicherte lancieren, welche die Angaben auf dem heutigen Versicherungsausweis interaktiv wiedergibt und viele weitergehende digitale Möglichkeiten bietet: Wer sich interessiert, kommt mit dieser innovativen App auf jeden Fall auf seine Rechnung.

Interessieren sie sich denn überhaupt für das, was die Previs tut, oder ist das vor allem das Ding der Firmen, die ihre Mitarbeitenden bei der Previs versichern?

Wir sind mit unseren Versicherten täglich im persönlichen Kontakt, der übrigens auch in Zukunft zentral sein wird für die Zufriedenheit unserer Kunden. Und wir spüren immer wieder ein grosses Informationsbedürfnis für dieses anspruchsvolle Thema. Natürlich sind auch die angeschlossenen Firmen in der Rolle als Arbeitgeber für uns zentral. Denn sie sind oftmals die erste Anlaufstelle für ihre Mitarbeitenden resp. unsere Versicherten. Es ist deshalb auch unser Ziel, die Verantwortlichen unserer Kunden – die angeschlossenen Arbeitgeber – umfassend und zeitnah über die berufliche Vorsorge, unsere Angebote und wichtige Aktivitäten zu informieren.

Dreh- und Angelpunkt unserer Kommunikation ist unsere Website

Was bietet die Previs ihnen wie auch den Versicherten an Kommunikationsmitteln? Speziell auch den früheren Kundinnen und Kunden der Comunitas?

Dreh- und Angelpunkt unserer Kommunikation ist unsere Website www.previs.ch. Dort finden unsere Kundinnen und Kunden alle wichtigen Informationen, vom Eintritt in das Erwerbsleben bis hin zum Todesfall. Für Versicherte im Alter zwischen 60 und 63 Jahren führen wir jährlich mehrere eintägige Pensionierungsseminare durch. Je dreimal jährlich erscheinen zudem das Prevue und unser elektronischer Newsletter. Beide Publikationen vermitteln Informationen zur beruflichen Vorsorge, zu den Vermögensanlagen sowie zu aktuellen Themen und Aktivitäten der Previs. Sowohl das Prevue wie auch der Newsletter lösen das bisherige Comuniqué der Comunitas ab und können von den Versicherten elektronisch abonniert werden: www.previs.ch/newsletter.

Bekomme ich das Prevue als Versicherter oder Versicherte auf Wunsch auch in gedruckter Form zugeschickt?

Dies ist grundsätzlich nicht vorgesehen, obwohl wir auf Wunsch die gedruckte Ausgabe noch per Post zustellen. Die Previs geht seit Längerem den Weg der elektronischen Kommunikation. Einerseits aus Gründen der Schonung unserer endlichen Ressource Holz, andererseits aus Kostenüberlegungen; bei knapp 40‘000 Versicherten und Rentnern wollen wir diese Publikationen hauptsächlich elektronisch zur Verfügung stellen. So, wie wir das auch mit unserem Geschäftsbericht seit mehreren Jahren praktizieren – und dafür positive Rückmeldungen erhalten. Wir sind überzeugt, dass unsere Leserinnen und Leser diese Überlegungen nachvollziehen können.

Die Previs hat ja noch andere Geschäftspartner: die Firmen mit Chefs und Personalverantwortlichen. Und die Broker, die Firmen zum Dossier Pensionskasse beraten. Wie werden sie informiert?

Die angeschlossenen Arbeitgeber und unsere Partner-Broker erhalten das Prevue in gedruckter Form. Wer es elektronisch wünscht, erhält es via E-Mail resp. kann es bei uns verlangen. Der elektronische Newsletter kann ebenfalls abonniert werden. Auf diese Weise sollen alle an der beruflichen Vorsorge und der Previs interessierten Kunden und Geschäftspartner unsere Informationen nutzen können.

Stefan Ernst, Leiter Kunden & Kommunikation